Wanderfreunde Hochspessart - Rothenbuch e.V.
Die Rauersbuch Wanderung

 

Durch den Rauersbuch

 

Kennzeichen der Wanderung

  1. Historischer Ortskern und Einkehrmöglichkeit
  2. Kultivierte Kleingartenanlagen
  3. Tierkoppeln mit Ziegen, Pferden, Eseln, Kühen und Rotwild.
  4. das Kreuz des ermordeten Försters
  5. Luftige Wege durch Wiesen und am Waldrand entlang.
  6. Gute Fernsicht über die Rothenbucher Flur
  7. Sicht über die historischen Dächer von Rothenbuch
  8. Ausklang im ältesten Gasthaus des Ortes

 

Länge

Ca. 8km

 

Empfehlung

Im Frühjahr oder Herbst

 

 

Beschreibung des Weges 

 

Ausgangspunkt dieser Wanderung ist der Schlossplatz in Rothenbuch. Von dort aus wird die Hauptsraße überquert und in die Wächterstraße eingebogen. Nach dem Dorfcafe geht es gleich links den Ölberg hinauf und auf dem Zenith nach rechts. Dort geht es zunächst die Straße entlang, die dann in einen Feldweg übergeht. Dieser endet am Lichtenauer Weg gegenüber dem Sägewerk. Der Weg wird überquert und in den Unteren Herrlesbergweg eingebogen. Nach etwa 150-200m geht es links vor dem Roosenhof entlang weiter den Berg hinauf bis zum Waldrand. Eine kleine Abzweigung nach links und sofort zwei Mal rechts führt zum Kreuz des ermordeten Försters. Dann geht es zunächst zurück (also drei Mal links) auf den ursprünglichen Weg. Dieser führt in einer Rechtskurve am Waldrand entlang. Wenn rechts unterhalb der Roosenhof steht, geht es links weiter am Waldrand entlang. Die zweite Möglichkeit rechts abzubiegen, führt den Wanderer den Hügel hinab Richtung Ort. In der Talsenke geht es dann links Richtung Spechtshaardt, vorbei an Pferdekoppeln und einem kleinen Rotwildgehege. Der Feldweg endet am Kleinwällchenweg gegenüber dem Spechtshaardt. Rechts geht es weiter auf der asphaltierten Straße in die Rolandstraße. Bald biegt leicht rechts am Hügel entlang laufend die Gartenstraße ab. Nach einer Rechtsbiegung der Gartenstraße führt eine Treppe linker Hand in den Ort zurück und der Wanderer findet sich vor dem Dorfcafe (Grüner Baum) wieder. Hier bzw. ein paar Schritte nach links über die Hauptstraße vor dem Schloss endet die Wanderung.

 

 

Wissenswertes

Der Ausgangspunkt ist der historische Ortskern von Rothenbuch mit seinem Schloss, welches unter Kurfürst Daniel Brendel 1567 zu seiner heutigen Form ausgebaut wurde. Ehemals als Wasserschloss konzipiert, ist ein Teil des Grabens Richtung Hauptstraße heute noch zu erahnen. Dort entspringt auch die Hafenlohr, die von dort aus hinter dem Schloss her am Rathaus vorbeifließt, um dann durch das nach ihr benannte Tal dem Main zuzustreben. Der Schlossplatz wird im Volksmund auch heute noch „Damm“ genannt und weist auf seine frühere Funktion hin, die heute im Gelände nicht mehr ganz zu erkennen ist.

Auf dem Ölberg steht die alte Schlosskapelle, die heute ein Privathaus ist, früher aber das gemeindliche Kirchenhaus war. Auch der heute etwas außerhalb liegende Friedhof war in früheren Zeiten direkt um die Kapelle angelegt. Die Nutzung sowie die Steilheit des Anstiegs auf den „Ölberg“ legt die Namensgebung in früheren Zeiten nahe.

Am „Knöckel“, der links des Weges liegt, endet der Ölbergweg und geht in einem Feldweg über. Der Feldweg (Flur „In der Gasse“) führt entlang an kultivierten Kleingärten in eine Wiesenlandschaft oberhalb der Wächterstaße. Wenn die Häuserreihe auf der rechten Seite unterhalb endet beginnt die Flur „Rutsche“ – wer sich die unten in einem Hohlweg entlang laufende Straße des Lichtenauer Weges betrachtet, kann sich auch den Namen gerade im Winter lebhaft vorstellen.

Vor der Firma Holzbau Stegmann führt der Weg zum Roosenhof, der malerisch gelegen einlädt, den Weg am „Röder“ zwischen den Tierkoppeln weiter bergauf zu steigen.  Am Zenith des Weges, genauer gesagt am „Viertor“, befindet sich das Kreuz des ermordeten Försters Hubert Staub, der an der Stelle 1947 aus dem Hinterhalt erschossen wurde.

Von dort geht es weiter entlang zwischen Flur und Waldabteilung „Ochsenlager“ mit einer schönen Aussicht über die östlichen Fluren Rothenbuchs. An der Waldabteilung bleibend führt dann der Weg links Richtung „Rauersbuch“, einer Flur, die die Talsenke zur gegenüberliegenden „Herrleshöhe“ darstellt. Idyllisch gelegen führt der Weg am „Jägersrod“ hinab zum „Mühlrain“ und von dort am kleinen Wildgehege des Spechtshaardts entlang zum Kleinwällchenweg.

Hier bietet sich die Gelegenheit im Hotel Restaurant Spechtshaardt einzukehren, oder der Straße bis in den Ortskern zurück zu folgen und dort zum Beispiel im Dorfcafe die Wanderung ausklingen zu lassen. Entlang der Gartenstraße ergibt sich ein malerischer Blick über die Rothenbucher Dächer mit einer schönen Aussicht auf Schloss, Schule und Kirche.

Das Dorfcafe in der Wächterstaße ist im „Grünen Baum“ untergebracht, der wahrscheinlich ältesten Gastwirtschaft in Rothenbuch. Der Name legt nahe, dass dort nicht nur das Gastgewerbe zuhause war, sondern, dass die Wirtschaft auch als Versammlungsort für die Bürger der Gemeinde genutzt wurde. Für die Wanderung um den südöstlichen Flügel von Rothenbuch bietet sich dieser historische Ort als Ziel zum Verweilen am Nachmittag an.

 

Am Spechtshaardt Jägerkreuz am Viertor Am Ochsenlager
     
 
Der Roosenhof Am Röder  

 

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